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AWKV

gGmbH Aus- und Weiterbildungseinrichtung für klinische Verhaltenstherapie

Fortbildung

Die AWKV bietet appobierten Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sowie ärztlichen Psychotherapeuten regelmäßig Fortbildungen zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der Verhaltenstherapie an.

Kasseler Impulse awkv - Vorträge und Workshops

Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

aufgrund der positiven Resonanz auf unsere bisherigen „Kasseler Impulse“ -Veranstaltungen, haben wir uns entschlossen, diese Fortbildungsreihe auch im Jahr 2019 fortzusetzen. In regelmäßigen Abständen möchten wir Vorträge und Workshops zu aktuellen Fragen und neuen Entwicklungen der Verhaltenstherapie für ehemalige Ausbildungsteilnehmer, Dozenten, Supervisoren und niedergelassene Kollegen anbieten.
Neben der fachlichen Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema, wird es natürlich auch Raum für den Austausch und persönliche Gespräche geben. Wir hoffen, viele „alte und neue“ Kollegen und Kolleginnen für unsere Fortbildungsreihe begeistern zu können und freuen uns auf interessante Abende. Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer Hessen mit drei Punkten ist beantragt.

Kontakt und weitere Information

AWKV e.V.
Aus- und Weiterbildungseinrichtung für klinische Verhaltenstherapie

Friedrich-Ebert-Str. 110
34119 Kassel
Tel. 0561 9201910
Mail: v@awkv.de

Ansprechpartnerinnen

Dipl.-Psych. Ulrike Bimber
Dipl.-Psych. Doerthe Klingelhöfer

Hier können Sie sich den Flyer zur Fortbildungsreihe 2019 als PDF ansehen

Veranstaltungen 2019

Bei steigender Lebenserwartung, Komorbiditätsrisiken und belastender Lebensereignissen wächst der Bedarf an spezifischen psychotherapeutischen Angeboten, die sich jedoch in der aktuellen Versorgungssituation nur unzureichend abbilden.

Entgegen tradierter Vorstellung auf Seiten von Patienten und Behandlern besteht auch im Alter die Fähigkeit zum Lernen und zur Verhaltensänderung.

Der Vortrag gibt einen Überblick über epidemiologische Daten, Versorgungsspezifika und gerontopsychiatrische Störungsbilder. Altersadaptierte psychotherapeutische Behandlungskonzepte werden praxisnah vorgestellt und die Besonderheiten einer interdisziplinären Zusammenarbeit herausgearbeitet.

Der Konsum von Cannabis ist keine Seltenheit: 13,3 % der Jugendlichen und jungen Erwachsenen (zwischen 15 und 34 Jahren; Jahresprävalenz) sind Konsumenten. Die politischen Diskussionen tragen dazu bei, dass die Risiken durch den Konsum pflanzlicher und synthetischer Cannabinoide eher zu gering als zu hoch eingeschätzt werden, obwohl der Wirkstoffanteil des THC durch Züchtung und Verarbeitung während der letzten Jahrzehnte enorm angestiegen ist. Entsprechend verharmlosend wird der Konsum üblicherweise von Klienten, manchmal aber auch von Therapeuten behandelt. Die Risiken für Körper, Geist und Sozialverhalten (Schulabbruch, eigener Leistungsabfall, Konflikte mit Angehörigen) setzen schon lange vor einem süchtigen Konsum ein. Dementsprechend sollte sich das therapeutische Interesse nicht erst bei manifester Abhängigkeit dem Cannabiskonsum zuwenden.

Insbesondere in den ersten Kontakten stellt es eine diagnostische Herausforderung dar zu unterscheiden, ob ein unkritischer oder kritischer Gebrauch vorliegt, ob es Entzugssymptome gibt, ob es sich um eine sekundäre, komorbide Störung oder eine eigenständige Abhängigkeit handelt. Das erfordert auf Seiten der Behandler ein gewisses spezifisches Störungswissen und eine hilfreiche therapeutische Grundhaltung („Motivational Interviewing“).

Der Vortrag soll einen Überblick bieten über die gängigen Schwierigkeiten in der Behandlung von Cannabis-Missbrauch und -Abhängigkeit, Diagnosemöglichkeiten und das konkrete Vorgehen in der Therapie.

Fast alle psychischen Störungen sind mit einer niedrigen Partnerschaftsqualität assoziiert. Ausgehend von dem sogenannten Zwangsprozessmodell, aber auch der Theorie zur ehelichen Stabilität werden immer häufiger Kommunikations- und Problemlösetrainings empfohlen, um zukünftige Rückfälle in dysfunktionale Verhaltens- und/oder Interaktionsmuster zu vermeiden und positive Therapieeffekte dauerhaft zu stabilisieren. Die verhaltenstherapeutische Paartherapie gilt hierbei als die am besten untersuchte Behandlungsform für Paare.

Vor diesem Hintergrund soll eine Einführung in das verhaltenstherapeutische Vorgehen bei Paaren gegeben werden. Es werden zunächst die wesentlichen Grundlagen vorgestellt und Anregungen für die Diagnostik und Therapieplanung gegeben. Im zweiten Schritt wird die paarorientierte Intervention fokussiert, wobei spezifische Behandlungsstrategien und Standardtechniken im Mittelpunkt stehen werden. Abschließend sollen einzelne kognitive Techniken als wirkungsvolle Strategien bei Schwierigkeiten im therapeutischen Prozess vorgestellt werden.

Menschen mit fortgeschrittenen, nicht mehr heilbaren Krebserkrankungen sind in besonderer Weise mit Leiden und Todesbedrohung konfrontiert. Sie müssen sich mit Verlusten ihrer körperlichen Integrität sowie der Bedrohung sozialer Bezogenheit und ihrer altersgemäßen Entwicklungsaufgaben auseinandersetzen. In palliativer Behandlungssituation stellt sich zudem die Frage nach dem Sinn der Fortsetzung häufig eingreifender onkologischer Behandlungen. Die Häufigkeit psychischer Belastungen, von Demoralisierung, Sinnverlust und Todesangst ist hoch.

Psychoonkologische Behandlungspraxis im stationären und ambulanten Setting kann heute auf ausreichende Evidenz hinsichtlich der Prävalenz psychischer Störungen und wirksamer psychotherapeutischer Behandlungsansätze entwickelt und in kontrollierten Studien evaluiert. Grundlegend für die psychotherapeutische Begleitung in existenzieller Notlage ist eine authentische therapeutische Begegnung, die im Vortrag an Fallbeispielen skizziert wird.