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AWKV

gGmbH Aus- und Weiterbildungseinrichtung für klinische Verhaltenstherapie

Fortbildungsveranstaltung Kasseler Impulse AWKV am 01.10.2020

Dipl.-Psych. Dr. Timo O. Nieder - Transgender, Transsexualität und Transidentität

Wann? - Donnerstag, 01.10.2020, 19.00 Uhr

 

ACHTUNG: Dieses Seminar wird als Online-Seminar angeboten!!!!

 

 Dipl.-Psych. Dr. Timo O. Nieder

Transgender, Transsexualität und Transidentität: Aktuelle Entwicklungen in der Diagnostik und Behandlung

In der traditionell medizinischen Terminologie wurden Menschen, die ihr Geschlecht nicht (vollständig) im Einklang mit dem ihnen bei Geburt zugewiesenen Geschlecht empfinden, mit dem Begriff der Transsexualität in Verbindung gebracht. Da sowohl der Begriff als auch das dahinter liegende Konzept in der Kritik standen und weiterhin stehen, werden seit einigen Jahren alternative Begriffe verwendet (u. a. Transidentität, Transgeschlechtlichkeit, Transgender oder Trans*), die häufig mit der Kurzform Trans zusammengefasst werden.

Damit einhergehen weitere Entwicklungen. So wird das Thema Trans in den Medien seit einigen Jahren verstärkt dargestellt und gezeigt, dass trans Menschen von Diskriminierung und Stigmatisierung betroffen sind, auch im Gesundheitssystem. Zudem suchen immer mehr Menschen unterschiedlichen Alters mit einem Anliegen zur Geschlechtsangleichung die hierfür zuständigen Einrichtungen der Gesundheitsversorgung auf. Schließlich haben sich auch die diagnostischen Konzepte und die Behandlungsempfehlungen geändert. Beide weichen deutlich von früheren Diagnosen, Behandlungsstandards und Begutachtungsrichtlinien ab.

Vor diesem Hintergrund gibt der Vortrag einen Einblick in den Paradigmenwechsel, der sich seit wenigen Jahren in Bezug auf grundlegende Versorgungsfragen bei Trans in Medizin und Psychotherapie ereignet. Aktuelle Behandlungsempfehlungen werden vor dem Hintergrund der S3-Leitlinie Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie und Trans-Gesundheit vorgestellt, die die Gesundheitsversorgung von trans Menschen in Deutschland verbessern will. Geworben wird für eine um Cis-Privilegien reflektierte, trans-positive therapeutische Haltung, die eine therapeutische Beziehung auf Augenhöhe ermöglichen und so die verschiedenen gesundheitsbezogenen Bedürfnisse von trans Menschen bedarfsgerecht berücksichtigen soll.

  

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